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Ortsmitte als Kommunikationszentrum

WINKELHAID — Thomas Koch will für die Grünen das Winkelhaider Rathaus erobern. Er wirft seinen Hut als Bürgermeisterkandidat in den Ring. Veränderungen will er für Winkelhaid, die Kommune soll vorankommen und für dieses Vorankommen hat Koch jede Menge Ideen. Weil die Gemeinde nach seiner Überzeugung kein Wirtschaftsunternehmen ist, das von Verwaltungsfachleuten oder Finanz-Experten gemanagt werden muss, geht er als selbstständiger Architekt zuversichtlich in die Wahlen.

„Ich will im Rathaus nicht nur verwalten, ich will kreativ sein“, betont der 52-Jährige. Mit Kreativität ließe sich beispielsweise das Winkelhaider Ortszentrum umgestalten, fügt er hinzu. Als zentralen Punkt der Gemeinde wünscht er sich dieses Zentrum, wo Leute sich treffen und sich austauschen können. Damit hier die Winkelhaider zusammen kommen, wäre aus Kochs Sicht ein Bauernmarkt ideal. Den würde er als Bürgermeister in der Gemeinde einführen und verweist auf die gut besuchten Bauernmärkte in Altdorf und Feucht: „So was führt die Menschen zusammen.“ Was er auf jeden Fall verhindern will, ist eine Planung über die Köpfe der Leute hinweg. Wenn man beispielsweise das Ortszentrum umgestalte, müsse das in enger Kommunikation mit der Bevölkerung stattfinden. Dass in neuen Winkelhaider Baugebieten Spielplätze fehlen, hat Koch bereits im Gemeinderat angesprochen und thematisiert das im Wahlkampf ebenso wie das Engagement eines Streetworkers in Winkelhaid. Es gebe im Ort eine Gruppe Jugendlicher, mit denen man Probleme habe, die man aber nicht ausgrenzen dürfe: „Wir brauchen den Kontakt zu denen“, sagt Koch, der den örtlichen Vereinen und den Kirchen gleichwohl bescheinigt, eine hervorragende Jugendarbeit zu leisten.

Allerdings gebe es natürlich auch junge Leute, die weder die Vereine noch die Kirchen erreichen würden. Auch für die brauche man ein Angebot. Koch nennt das Stichwort Jugendtreff. Unterstützen will er auch berufstätige Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten haben und Probleme bekommen, wenn die Einrichtung in den Sommerferien über längere Zeit geschlossen ist. Er schlägt vor, eine Kindergarten- und Hortgruppe am Ort durchgehend offen zu lassen.

Weil es in Winkelhaid eine ganze Reihe namhafter Künstler gibt, freut sich der Bürgermeisterkandidat zwar über deren regelmäßige Ausstellungen, „leider finden die aber nie bei uns im Ort statt“. Ein geeigneter Raum für Künstler in der Gemeinde ist aus Kochs Sicht deshalb dringend nötig. Er denkt in diesem Zusammenhang an eine Werkscheune oder ähnliches.

Der selbstständige Architekt wohnt sei 25 Jahren in Winkelhaid und hat zwei Kinder im Alter von 19 und acht Jahren.

Vor drei Jahren kam das Parteimitglied von Bündnis 90/Die Grünen als Nachrücker in den Gemeinderat. Kommunalpolitisch aktiv geworden sei er, als er vor Jahren einmal eine Gemeinderatssitzung als Zuhörer besucht und beobachtet habe, wie der Bürgermeister aufgestanden sei und zu den Gemeinderäten gesagt habe, sie seien doch wohl alle seiner Meinung. „Da habe ich gemerkt, hier stimmt was nicht.“ Ein Schwerpunkt von Kochs Tätigkeit als Architekt ist das ökologische Bauen, das ihn seit seinem Studium beschäftigt. In Winkelhaider Baugebieten könnte viel mehr in dieser Richtung geschehen, sagt Koch und nennt die Stichworte Regenwassernutzung und die Nutzung von Solarenergie.

„Mit Kreativität und Engagement will ich mich einsezten für eine nachhaltige Entwicklung Winkelhaids“, verspricht Koch.

Pressebericht "Der Bote" vom 20. Februar 2008 

Alex Blinten