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Preisverleihung zum Baumwettbewerb

Im Herbst 2021 startete wir eine Aktion unter dem Motto: „Was sind uns alte Bäume wert?“. Gefordert war, alte Bäume nach den Kriterien Baumumfang, Baumwuchs und ortsprägender Charakter zu finden. Alle eingereichten Bilder von herrlichen alten Bäumen wurden von einer Jury bewertet.

Bedingt durch Corona, konnte erst jetzt ins Schwaiger Schloss zur Preisverleihung eingeladen werden. Seit jeher, so der Referent Hubert Rüttinger, sind Wälder Schauplätze für Mythen, Märchen und Sagen. Er spannte einen Bogen von der Antike, in welcher der römische Geschichtsschreiber Tacitus über die Wildheit der Wälder Germaniens berichtet, bis zum Beginn der Romantik, als der Wald, der lange Zeit als unheimlich und gefährlich gegolten hatte, zum Sehnsuchtsort mutierte, was sich in der Malerei, der Musik und der Literatur ausdrückte. Eine besondere Bedeutung wurde der Linde als Sinnbild der Gemeinschaft, als Baum des Volkes, zugesprochen. Hubert Rüttinger zeigte Bilder von Ruhebänken unter Linden, von Dorflinden als zentralem Treffpunkt und von verschiedenen Tanzlinden in Oberfranken. Ein Lindenlied durfte nicht fehlen, und so sangen die Anwesenden „Am Brunnen vor dem Tore“, aus Franz Schuberts Winterreise.
Am Beispiel der enormen Leistung einer 100-jährigen Eiche für das Klima wurde deutlich, wie wichtig es ist, Bäume zu erhalten. Sie liefert pro Jahr Sauerstoff für ca.11 Personen, nimmt viel Wasser auf, kühlt durch Verdunstung ihre Umgebung, entzieht der Luft viel Kohlenstoffdioxid und ist Lebensraum für verschiedenste Tierarten.

Unter den prämierten Bäumen fanden sich neben Linden und Eichen auch stattliche Exemplare einer Douglasie und Birke.

Leider fiel ein weiterer, ebenfalls mehrere Jahrzehnte alter Baum mit einer ausladenden Krone und wunderschönem Wuchs, zwischenzeitlich der Motorsäge zum Opfer.

Bei der anschließenden Preisverleihung wurden alle Teilnehmerinnen mit einem Gutschein der Noris Inklusion zur gärtnerischen Verwendung geehrt.

Dreistes Greenwashing: Kein Geld für Atom und Gas!

Bitte helft die entsprechenden Petitionen von Campact bzw. dem BUND weiter zu verbreiten:

BUND - Greenwashing stoppen

Campact - Kein Geld für Atom und Gas!

Das Abschalten der AKW bringt mehr Klimaschutz und verringert die riesigen Atomgefahren

Das war eine der ganz großen frohen Botschaften zum Jahreswechsel: Wieder sind drei Atomkraftwerke abgeschaltet worden. Die Atomkraftwerke in Brokdorf (Schleswig-Holstein), Grohnde (Niedersachsen) und Gundremmingen (Bayern) wurden am 31.12.21 abgeschaltet.

Gerade die nördlichen AKW haben, da sie ja kaum flexibel entsprechend der Schwankungen von Wind- und Solarenergie gefahren werden können, insbesondere in windstarken Zeiten die Netze mit Atomstrom gefüllt, was vielfach zu Abschaltungen von Windstrom führte. Die AKW blockierten in vielen Zeiten die Netze für deren Abtransport in den windärmeren Süden. Alleine die Abschaltung dieser drei Kraftwerke wird nun mehr Erneuerbare Energien in die Netze fließen lassen und zudem mehr Netzkapazitäten zur Aufnahme neuer Windstrommengen frei machen.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann wie von der Ampelkoalition anvisiert, alleine deshalb sogar im Bestandsnetz beschleunigt fortgesetzt werden, womit zusammen mit dem Ausbau der Speicher auch zunehmend fossile Kraftwerke überflüssig werden. So dient die Abschaltung der AKW dem Klimaschutz.

Von den 35 für die kommerzielle Stromerzeugung in Deutschland errichteten Atomkraftwerken sind damit nur noch drei in Betrieb: Isar 2 in der Nähe von Landshut (Bayern), sowie die Reaktoren im Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg. Auch diese werden Ende 2022 alle abgeschaltet sein und weitere Netzkapazitäten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien frei machen.

Damit ist aber das dunkle Atomkapitel in Deutschland noch längst nicht abgeschlossen. Weiter werden zwei Fabriken für Brennelemente für ausländische Reaktoren in Lingen und Gronau betrieben. Die Frage der Atommüllentsorgung ist auch in Deutschland nicht gelöst, da es kein Endlager für den noch viele Millionen Jahre strahlenden Atommüll gibt. Forschungsreaktoren bilden weiter eine große Gefahr, nicht nur für Atomunfälle. So produziert der Forschungsreaktor FRM2 in Garching bei München weiter hochangereichertes Uran, welches direkt für Atombomben verwendet werden kann.

Ein Affront gegen die auch von der UN unterstützten Initiativen zur Abschaffung von Atomwaffen und eine große Gefahr für den instabiler werdenden Weltfrieden. Insbesondere die jüngsten Spannungen zwischen NATO und Russland führen zu einer weiter eskalierenden Spirale der atomaren Aufrüstung. Der FRM2 trägt hier nicht zur Entspannung bei.

Auch in Karlsruhe am KIT wird weiter munter an neuen Atomreaktoren geforscht, ganz als wenn es keinen Atomausstiegsbeschluss in Deutschland gäbe. Die internationalen Kooperationen deutscher Atomforschung zur Entwicklung neuer Atomreaktoren sind massiv und eng vernetzt.

Dabei gibt es weiter unbelehrbare Atombefürworter, die alle Atomgefahren schlicht ignorieren. Sie verschließen die Augen vor den schlimmen Supergaus, die es schon mit unermesslichem Leid auf der Welt gab, von Three Mile Islands in den USA, Majak in Russland, Tschernobyl in Ukraine, bis hin zu Fukushima in Japan. Sie ignorieren die ungelöste Frage der Atommüllentsorgung; die Atomkraft als Quelle der Atomwaffenmaterialien; die den Steuerzahler massiv belastenden ungeheuerlichen Kosten der Schadensregulierungen und unzulängliche Haftungsentsorgung.

Sie ignorieren die Umweltzerstörungen in den Uranbergbauregionen und die Gesundheitsgefahren durch Radioaktivität. Sie behaupten einfach, dass die Atomenergie einen Beitrag zum Klimaschutz liefern könnte, weil sie in den sogenannten winterlichen Dunkelflauten verlässlich Strom liefern könne und ignorieren, dass die AKW in starken Wind- und Solarzeiten zur Abschaltung emissionsfreier und atommüllfreier Stromerzeugung aus Erneuerbare Energien führen.

Sie behaupten einfach ohne Belege aus der Realität, dass andere Länder wie Frankreich besseren Klimaschutz leisten würden, mit „sicherer“ und „verlässlicherer“ Stromerzeugung. Da erhellt ein Blick über die Grenzen nach Frankreich, dass die Atomenergie auch in diesem Winter keine verlässliche Energiequelle ist. So hat das IWR gerade berichtet, dass aktuell 30% der Atomkraftwerke in Frankreich wegen hoher Sicherheitsprobleme oder Wartungen abgeschaltet sind.

Von den 56 Atomreaktoren sind 15 Atomkraftwerke wegen Störungen oder Wartungen abgeschaltet und produzieren keinen Strom. Die Nichtverfügbarkeit von 15 französischen Atomkraftwerken hat weitreichende Folgen im Nachbarland. So steigen die Strompreise in Frankreich auf Rekordwerte und Strom muss u.a. aus Deutschland oder Spanien importiert werden. Sorge bereitet dem französischen Übertragungsnetzbetreiber RTE traditionell die bevorstehende Kälteperiode im Januar und Februar, weil die Franzosen überwiegend mit Strom heizen.

Wieder muss wohl, wie schon öfter in der Vergangenheit, Deutschland mit seinem Überschuss an Erneuerbare Energien aushelfen, dass im Atom-Frankreich nicht die Lichter ausgehen. Auch Neubauwünsche von Atomkraftwerken helfen auch nicht dem Klimaschutz, da Neubauten ungeheure Milliardenbeträge verschlingen, viel teurer als der Ausbau der Erneuerbare Energien sind und meist Jahrzehnte dauern.

Auch hier kommt ein Paradebeispiel aus dem Atomland Frankreich. Der einzige französische Reaktorneubau, der ERP-Reaktor wird seit 2007 gebaut, sollte ursprünglich im Jahr 2012 fertiggestellt und 3,3 Mrd. Euro kosten. Nach nunmehr 15 Jahren Bauzeit ist der neue ERP-Reaktor noch immer nicht fertig und hat mittlerweile über 12 Mrd. Euro an Kosten verschlungen.

Angesichts der oben aufgezählten massiven Probleme der Atomenergie wirkt der jüngste Vorschlag der EU-Kommission in der sogenannten Taxonomie wie von einem anderen Stern. Allen Ernstes schlägt die EU-Kommission auf Grund des politischen Druckes von Frankreichs Präsident Macron, aber auch aus Tschechien, Polen, Ungarn, Finnland u.a. vor, die Atomenergie (wie auch das höchst klimaschädliche Erdgas) in die Liste für die Finanzwirtschaft von nachhaltigen klimaschützenden Investitionen aufzunehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass der klare Widerstand gegen diesen absurden Vorschlag aus der neuen deutschen Regierung, Österreich, Luxemburg und anderen Erfolg haben wird, auch wenn dies schwer wird. Das Ansinnen, den Neubau von Atomreaktoren auch noch stärker als bisher zu subventionieren muss abgewehrt werden.

Der Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, CDU zeigt nur eines auf: Der Atomausstieg 2011 unter Kanzlerin Merkel hatte nicht nur Befürworter innerhalb der Reihen von CDU/CSU. Offensichtlich arbeiten starke Kräfte innerhalb der Union weiter an einer Renaissance der Atomenergie und schon gar nicht an einem EU weiten Atomausstieg.

Obwohl die oft nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze stehenden Atomreaktoren eine schlimme Bedrohung für die deutsche Bevölkerung darstellen, gibt es bis heute keine Initiative zum europäischen Atomausstieg. Auch die klare jüngste Befürwortung des neuen CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz für die Atomenergie spricht Bände.

Offensichtlich bereitet die CDU in der nationalen Opposition mit der starken Macht der CDU geführten EU-Kommission eine neue Renaissance der Atomkraft in der EU vor, um dann später auch in Deutschland wieder das Unheil der Atomkraft mit einer „neuen“ Generation von Atomenergie durchzusetzen.

Dabei könnte Deutschland bis 2030 auf 100 % Erneuerbare Energien klimaschützend und atomfrei, sowie wesentlich billiger als mit Atomkraft umgestellt werden - lange bevor ein heute in Angriff genommener Neubau eines Atomkraftwerkes in vielleicht frühestens 20 Jahren dann ans Netz gehen könnte.


Hammelburg, 03. Januar. 2022,

Ihr Hans-Josef Fell

Was sind uns alte Bäume wert?

Ökologischen Vorteile von altem Baumbestand können sich auch wirtschaftlich auszahlen: Ein alter Baum (siehe Grafik) kann den CO2– Ausstoß von annähernd drei Einfamilienhäusern kompensieren, liefert Sauerstoff, filtert rund 35.000 m3 Luft pro Tag und reduziert Feinstaub und Pollenflug. Alte Bäume spenden viel Schatten und sorgen durch Wasserver-dunstung für angenehme Kühlung an heißen Tagen. Damit sorgen Bäume für eine bessere Lebensqualität in bebauter Umgebung. Eine höhere Lebensqualität steigert den Wohnwert und dadurch auch den Wert der Immobilie.

Helft uns, solch wertvolle, alte und ortsbildprägende Bäume, aufzuspüren!“

Uns interessiert:

  • Wo stehen diese Bäume? (Ihr müsst nicht die oder der Eigentümer*in sein)

  • Haben sie einen speziellen Wuchs?

  • Was macht sie so besonders?

Ein wichtiges Kriterium ist der Stammumfang. Nehmt ein Maßband und messt den Umfang des Baumes bei einer Stammhöhe von 130 cm.

Sendet ein Foto mit dem ermittelten Umfangergebnis und Angaben zum Standort und der Art des Baumes bis zum 15. Oktober 2021 an:

Konstantin Gerl E-mail: konstantin.gerl@gruene-schwaig.de

Irmingard Fritsch E-mail: irmingard.fritsch@gruene-schwaig.de


Wir sind schon gespannt, wo die dicksten und auffälligsten Bäume in Schwaig, Malmsbach und Behringersdorf stehen.

Sollten Sie über weitere Informationen zu Ihrem Baum verfügen, z.B. Bilder aus früherer Zeit, so schicken Sie uns auch diese. Wir sammeln alle Informationen und erstellen daraus eine Kartierung von Schwaigs, Malmsbachs und Behringersdorfs altem und besonderem Baumbestand. Vielleicht lässt sich das Ergebnis auch in einem Kalender oder einer Broschüre darstellen.

Es gibt einen 1., 2., 3. Preis und für alle die mitmachen Sachpreise

Vielen Dank fürs Mitmachen!

Haushaltsrede 2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Vertreter der Gemeindeverwaltung,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,

in diesem Jahr gab es in den Vorberatungen für den Haushalt keine Streitpunkte. Als eine der wenigen Gemeinden in ganz Bayern sind wir nicht von Gewerbesteuerausfällen betroffen. In den grundlegenden Fragen sind sich die Fraktionen unseres Rates einig:

  • Die hohen laufenden Ausgaben für den Unterhalt der gemeindlichen Einrichtungen wie z.B. die Bücherei, den Hort und das Schwimmbad sowie die Zuschüsse für die Vereine, die kulturellen und sportlichen Einrichtungen sichern die Lebensqualität und geben Hoffnung für die Zeit nach der Pandemie. – evtl. schon länger geforderte

  • Die neu geschaffene und von unserer Partei schon lange geforderte Stelle für die oder den Klimaschutzbeauftragte(n) in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wurde einstimmig im Gemeinderat beschlossen.

  • Selbst die Investitionskosten in den nächsten Jahren für den geförderten Wohnungsbau auf dem Nordschulareal, für die Sanierung der Kanalisation, den Umbau des Rathauses inkl. Installation einer Photovoltaikanlage und Anschaffungen für die Feuerwehr sind unumstritten – auch wenn wir gerne auf eine Tiefgarage am Nordschulareal verzichtet hätten.

Diese weitgehende Übereinstimmung spricht für eine verantwortungsvolle Haushaltsführung und für einen gut aufgestellten, sowie wirklich sehr gut und übersichtlich aufbereiteten Haushaltsentwurf. Danke an alle Beteiligten – insbesondere an Herrn Möhrenschlager.

Es erfreut uns als Grüne, dass ein CO2-Minderungsprogramm auf den Weg gebracht werden soll, das Zuschüsse für Klimaschutzmaßnahmen der Bürgerinnen und Bürger bereit stellt. Der Umweltschutz spielt in der Gemeinde somit eine immer größere Rolle. Ein kleines Zeichen hierfür ist die Anschaffung eines Dienstfahrrads für das Rathaus. In den nächsten Jahren muss eine aus unserer Sicht noch ambitioniertere und konsequentere Klimaschutzpolitik betrieben werden, um die von der Bundesregierung gesteckten Klimaziele zu erreichen.

Wir begrüßen, dass trotz der vielen Investitionen für die nächsten Jahre die Schwaiger Mitte nicht in Vergessenheit geraten ist. Hierzu sind Planungen im aktuellen Haushalt vorgesehen. Die im Ortsentwicklungskonzept entwickelten Ideen dürfen nicht wieder im Sande verlaufen, wie das in Bezug auf die Schwaiger Mitte bei der Bürgerbeteiligung vor 8 Jahren geschehen ist. Andernfalls schafft dies Politikverdrossenheit – insbesondere bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sich am Ortsentwicklungskonzept beteiligt haben. Wir sind hier optimistisch, dass das Areal der Schwaiger Mitte als Begegnungszentrum verwirklicht werden kann.

Die Mahnung des Kämmerers, dass sich die gute finanzielle Lage Schwaigs durchaus schnell ändern kann und dass die geplanten hohen Investitionen die Rücklagen verringern werden, ist sicher gerechtfertigt. Die Gemeinde ist sehr stark von den Gewerbesteuereinnahmen abhängig. Je nach Entwicklung der Pandemie und der damit verbundenen Steuerausfälle, können Überlegungen notwendig werden, wie man Geld einsparen oder erwirtschaften kann. Schon die Installation von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern schützt nicht nur das Klima, sondern generiert auch Einnahmen. Eine vermehrte interkommunale Zusammenarbeit könnte Kosten sparen. Moderate Gebührenerhöhungen – wie für die Mittagsbetreuung oder die Straßenreinigung geschehen – sind in diesem Zusammenhang ebenfalls gerechtfertigt.

Andere Themen sind eher nicht eine Frage des Geldes, sondern des politischen Willens:

Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat vielen Bäumen zugesetzt und etliche bereits absterben lassen. Der Schutz alter und wertvoller Bäume ist für Klima und Artenschutz unverzichtbar. Als eine der wenigen Gemeinden hat Schwaig noch keine Baumschutzverordnung. Wir sehen hier die Zeit gekommen, dass eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger überzeugt werden kann, große erhaltenswerte Bäume zu schützen.

Zudem müssen wir die Verkehrswende aktiv begleiten und uns auf die Mobilitätskonzepte der Zukunft vorbereiten. Die hohe Zahl an geforderten Stellplätzen für neuen Wohnraum geht zu Lasten von Wohn- und Lebensraum, selbst wenn die zukünftigen Bewohner*innen auf ein (Zweit-) Auto verzichten wollen. Das in 2020 verabschiedete Radverkehrskonzept des Landkreises sollte bei jeder Straßenbaumaßnahme berücksichtigt werden. Erste Schritte können mit der Radschnellverbindung Nürnberg – Lauf bzw. einem Ausbau der Verbindung zwischen Schwaig und Behringersdorf umgesetzt werden.

Der Haushaltsentwurf 2021 bietet eine gute Grundlage für die Entwicklung der Gemeinde. Wir stimmen dem vorliegenden Entwurf zu.

Wir danken allen Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung für ihre tägliche Arbeit an allen für das Funktionieren so wichtigen Arbeitsplätzen – namentlich natürlich Ihnen, Herr Wittmann, für die offene und ausgleichende Leitung der Gemeindegeschicke in Ihrem ersten und hoffentlich turbulentesten Amtsjahr. Den Gemeinderatskolleginnen und -kollegen danke für die faire Zusammenarbeit und die regen Diskussionen, die sich derzeit leider oft auf das Nötigste beschränken müssen.

Schwaig, den 30. März 2021

Konstantin Gerl
Fraktionssprecher BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Radldemo in Lauf mit dem Bund Naturschutz und dem ADFC

Eine Radl-Demo mit Online-Petition in Lauf? So etwas hat es noch nie gegeben. Am Samstag, den 5. Dezember 2020 um 11.30 h am Park- und Ride-Parkplatz am Bahnhof links ging es los. Die Demo-Route führt „im Bogen“ durch Lauf zum Marktplatz und endete mit einem Thesenanschlag am Landratsamt in der Waldluststraße. Wofür treten alle in die Pedale? Für ein fahrradfreundliches Nürnberger Land.

Eigentlich ist es ganz einfach: Durch die Corona-Krise fahren viel mehr Menschen Rad – sogar im Winter. Jeder Radfahrer „spart“ ein Auto auf der Straße und im Stau vor der Ampel. Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und ist signifikant weniger krank – gerade im Winter. Der Trend ist unübersehbar. Nachweislich würden gern noch mehr Menschen in die Pedale treten. Die Rahmenbedingungen müssen daher weiterhin verbessert werden, auch wenn zurzeit die Finanzen coronabedingt knapp sind.

Der Beschluss im Kreistag vom 23.11. ist auf den ersten Blick eigentlich toll. Es werden Abstellanlagen mit angeschlossenen E-Bike-Ladestation beschlossen. Ebenso Abstellanlagen an verschiedenen Schulen und Lückenschluss von verschiedenen wichtigen Rad-Hauptrouten. Und überall steht das Jahr dabei, bis es erledigt werden soll. Die ganze Sache hat für uns nur zwei Fehler: „Der Vorbehalt des Kreistags zur Bereitstellung der Haushaltsmittel und zeitlicher Steuerung der Maßnahmen bleibt davon unberührt.“ In einfachem Deutsch heißt das: Das steht bis jetzt alles nur auf dem Papier und es ist ungewiss, ob und wann es umgesetzt wird. Der 2. Fehler ist die geplante Erhöhung des Radanteils: 10 % bis 2027 und 12 % bis 2030 ist die normale zu erwartende Steigerung und weit weg von einer echten Förderung.

Bilder von der Demo sind hier.

Die nächste Demo ist für den 6.März 2021.

Mit den Händen sprechen

Auf Initiative der Fraktion Bündnis90/die Grünen hat Frau Judit Notdurft in einem 3-Stunden-Kurs in der Jubar den Kindern Einblick in die Kommunikation mit gehörlosen Menschen gegeben. Frau Notdurft ist Beraterin in Sachen Kommunikation mit Gehörlosen. Sie trägt selbst ein Hörgerät und kann vieles aus ihrer Familie und ihrer Beratungsarbeit erzählen. Wie heißt du? Mein Name ist… Hast du Geschwister? So viel können die Kinder nach dem Kurs im Schwaiger Ferienprogramm in Gebärdensprache schon mit den Händen sprechen. Aber das Fingeralphabet ist noch ein bisschen schwierig. Die Kinder haben gelernt, dass sie Menschen mit einer Hörbehinderung beim Sprechen immer anschauen, damit diese von den Lippen ablesen können. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Coronazeiten ist für Hörbehinderte sehr schwierig, weil die Lippen verdeckt sind. Es gibt spezielle Masken, die ein durchsichtiges Fenster um die Mundpartie haben. Leider sind diese aber nicht ganz einfach zu bekommen. In einem Film haben die Kinder einen gehörlosen Tanzlehrer kennengelernt, der Hörenden Tanzunterricht gibt. Er spürt die Bässe und die Schwingungen am Boden. Der früher geläufige Begriff „taubstumm“ gilt heute als Beleidigung, denn stumm sind gehörlose Menschen ganz bestimmt nicht. Ihre Sprache sind die Gebärden. Diese zu lernen macht sehr viel Spaß und eröffnet neue Welten.

Irmingard Fritsch

Kommentar zur konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates

 Am Dienstag den 5.Mai 2020 war die erste Sitzung des neuen Gemeinderates. Aufgrund der Coronabestimmungen wurde die Sitzung sehr kurz gehalten. Leider konnten wir im Vorfeld keine Mehrheit des Gemeinderats davon überzeugen, dass wir Grünen mit Irmingard Fritsch eine fähige Kandidatin für das 2. oder 3. Bürgermeisteramt haben. Nun wird eine großer Mehrheit der Wählerinnen und Wähler nicht im Rathaus vertreten sein, da nur die FWG und die CSU Bürgermeister stellen. Wir hoffen, dass in Zukunft bei Sachthemen etwas Raum für Diskussionen und Zusammenarbeit ist. Auch die Öffentlichkeit hat ein Recht auf einen transparenten Entscheidungsprozess. Neben den Wahlen zu den stellvertretenden Bürgermeistern hat der neue Gemeinderat auch die Sitze in den Ausschüssen neu verteilt. Die Grünen werden wie folgt vertreten:

  • Bau- und Umweltausschuss: Benjamin Stockmayer
  • Finanzauschuss: Konstantin Gerl
  • Jugend-, Kultur- , Soziales und Sportausschuss: Irmingard Fritsch
  • Hauptverwaltungsausschuss: Konstantin Gerl
  • Rechungsprüfungsausschuss: Benjamin Stockmayer

Neuer Fraktionssprecher ist Konstantin Gerl der das Amt von Irmingard Fritsch übernommen hat.

Schwaig wird grüner

Vielen Dank an alle Wähler*innen für dieses Ergebnis. Wir haben nun 5 von 20 Sitzen im neuen Gemeinderat. Neben den bisherigen Gemeinderatsmitgliedern verstärken Konstantin Gerl und Claudia Prucker die Fraktion der Grünen. Als einzige Partei konnten wir in Schwaig Gemeinderatssitze hinzugewinnen. Leider hat es für unsere Bürgermeisterkandidatin Claudia Hälter nicht gereicht. Aber auch sie ist auf der Liste der SPD in den  Gemeinderat gewählt worden und wird dort sicherlich auch für grüne Themen einstehen. Ein Dank geht auch an alle Wahlhelfer*innen die diesen tollen Wahlerfolg möglich gemacht haben.

Eine Wahlparty konnten wir aufgrund der Coronakrise leider noch nicht feiern. Das werden wir aber sicher nachholen, sobald dies möglich ist.

Bleiben Sie gesund

Konstantin Gerl

Bündnis90/Die Grünen wollen mit neuer Spitze in den Schwaiger Gemeinderat

Jetzt haben auch Bündnis90/Die Grünen ihre Liste für den Schwaiger Kommunalwahlkampf vorgestellt. Die Frauen sind deutlich in der Mehrzahl – angeführt wird die Liste jedoch von Konstantin Gerl – einem neuen Gesicht in Schwaig. „Konstantin Gerl hat große Lust auf die politische Arbeit in der Gemeinde. Er ist passionierter Fahrradfahrer, voller Energie und guter Ideen. Er wird neuen Schwung in den Gemeinderat bringen“ ist sich Irmingard Fritsch sicher, die nach 12 Jahren als Fraktionssprecherin den Spitzenplatz gerne an den Jüngeren abgibt. Neu ist auch Klaus Kexel. „Die erneuerbaren Energien sind der Schlüssel für unsere Zukunft. Ich will, dass alle Bürger mit dieser sauberen, günstigen und nachhaltigen Energieform versorgt werden“ versichert der Inhaber einer in Schwaig ansässigen Solarfirma. Ilse Parakenings ist Gründungsmitglied des Schwaiger Eine-Welt-Ladens und vielfältig für Fairen Handel aktiv. Der bisherige Gemeinderat Benjamin Stockmayer steht für die Kontinuität einer grünen Gemeinderatsarbeit gegen Flächenversiegelung und für nachhaltiges Bauen. Paul Brunner, ebenfalls aktiver Gemeinderat ist inzwischen Bezirksrat und lässt deshalb Alexandra Sopp den Vorrang, die sich insbesondere für Chancengleichheit in der Bildung einsetzt. Insgesamt ist den Grünen mit ihrer Liste eine gute Mischung unterschiedlicher Menschen aus verschiedenen Altersgruppen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Kompetenzen gelungen. Gemeinsam wollen sie Schwaig bewegen – in Richtung klimaneutrale Gemeinde, für ein solidarisches Miteinander aller Bürger*innen, gegen Klimakrise und Rechtspopulismus. Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin der Politik. Hier werden politische Entscheidungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt und wirken sich direkt auf den Alltag der Menschen aus. Global denken, lokal Handeln ist deshalb der Maßstab grünen Handelns.

Die Kandidat*innen in der Übersicht:

1.Konstantin Gerl11.Elke Winter
2.Irmingard Fritsch12.Antje Rademacher
3.Benjamin Stockmayer13.Manfred Becker
4.Ilse Parakenings14.Vanessa Leibold
5.Klaus Kexel15.Susanne Wabnegg
6.Alexandra Sopp16.Jakob Stockmayer
7.Paul Brunner17.Petra Lockenvitz
8.Claudia Prucker18.Elisabeth Baalß
9.Michael Bermeiser19.Nina Stockmayer
10.Dorothee Frenz20.Heinz Balzer

Ersatzbewerber*innen: Carolin Stockmayer und Gerhard Spieß

Schwaiger Grüne gehen mit Claudia Hälter ins Rennen

Die Mitglieder des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen haben nur einen Tag nach den Sozialdemokraten Claudia Hälter einstimmig zu ihrer Bürgermeisterkandidatin gewählt. Damit wollen sie bei der Kommunalwahl am 15. März im kommenden Jahr bei der Vergabe des höchsten Gemeindeamtes ein ernsthaftes Wort mitreden. In ihrer Bewerbungsrede betonte die 68erin in Anspielung auf ihr Geburtsjahr ihre Bereitschaft, mit einem sozial-ökologischen Programm glaubhaft für beide Parteien an den Start zu gehen. „Die gemeinsamen Ziele von SPD und Grünen bei einer Bebauung des Nordschulareals mit gefördertem Wohnraum machen deutlich, dass wir eine große Schnittmenge in der Gemeindepolitik haben“, zeigte sie exemplarisch auf. Für die zukünftige Lebensqualität aller Bevölkerungskreise sei der kommunale Einsatz für Klimaschutz und gute soziale Rahmenbedingungen vom Vorschulkind hin zur Seniorenarbeit gleichermaßen bedeutsam. „Schwaig hat das finanzielle Potential und eine engagierte Bürgerschaft, um diese Ziele zu erreichen. Ich hoffe, dass uns die Ergebnisse des derzeit laufenden Gemeindeentwicklungskonzepts wichtige Impulse geben“, so Claudia Hälter. Von ihrer beruflichen Qualifikation her gebe es auch Berührungspunkte mit Umweltthemen. Als ausgebildete Biotechnikerin sei sie vor ihrem Einstieg in die Schmuckbranche mit Fragen der Umweltschutztechnologie beschäftigt gewesen. Paul Brunner, der sich im Jahr 2012 um das Bürgermeisteramt beworben hatte und die Versammlung leitete, ging auf den Findungsprozess für die Kandidatin ein. „Ich hoffe, dass wir mit Dir, Claudia, am 29. März bei einer Stichwahl noch mitmischen werden!“ Die Ortsvorsitzende Ilse Parakenings brachte neben der Wahlarithmetik einen viel wichtigeren Grund ins Gespräch: „Wir kennen uns aus verschiedenen Ehrenämtern und verstehen uns menschlich gut, so können wir mit Claudia Hälter, ohne uns oder sie verbiegen zu müssen, frohen Herzens in die Wahl ziehen!“

Kinderdemo "Rettet die Bienen" am 01.02.2019

Grüne im Wahlkampf

Wahlstände in Schwaig und in Behringersdorf


Fluchtursachen statt Geflüchtete bekämpfen

Feucht – Die Lernwirkstatt Inklusion hatte den Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz, Entwicklungspolitscher Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen zu einem öffentlichen Vortrag eingeladen. Neben Interessierten aus der Bevölkerung, waren auch die Landtagskandidatin und Behindertenbeauftragte des Landkreises, Angelika Feisthammel, und unser Grünen-Bezirkstagskandidat für den Stimmkreis Nürnberg-Ost, Paul Brunner, anwesend. Kekeritz spannte einen weiten Bogen, von der Klimafrage über Bürgerkriege, Korruption und einer folgenschweren Wirtschaftspolitik, die den Ländern des Südens aufgenötigt wird hin zu krisenverschärfenden Waffenexporten, bei denen die Bundesrepublik leider eine unrühmliche Rolle spielt. Ein ernstes Thema, welches die Zuhörer*innen nachdenklich in den spätsommerlichen Abend entließ.

 

 

 


Fahrradtour mit dem OV Röthenbach und Schwaig entlang der Pegnitz bis Nürnberg
25.09.2018

Zu einer Fahrradtour auf dem Radweg durch das Pegnitztal Ost hatten die Ortsverbände von Röthenbach und Schwaig eingeladen.
Bei herrlichem Radlwetter ging es u.a. durch das historische Industriegut Hammer im Nürnberger Stadtteil Laufamholz und vorbei am einstigen Barockschloss Oberbürg nach Nürnberg.
Zurück wurde am Tiergarten vorbei durch den Lorenzer Reichswald geradelt.

Bilder

 

 

 


Elmar Hayn will nach München, Paul Brunner will nach Ansbach.

[Bild Elmar Paul Aufstellungsvers Nov 17] 

Paul Brunner (li.) und Elmar Hayn (re.) Ihre Direktkandidaten im Stimmkreis Nürnberg-Ost (mit Rückersdorf, Schwaig und Feucht) bei der Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober 2018

mehr über Paul Brunner erfahren


Jürgen Mistol referierte in Schwaig über Grüne Wohnungspolitk für Bayern

Eine sozial verträgliche, integrative und nachhaltige Wohnungs- und Siedlungsentwicklung braucht politische Gestaltung. Die Aufgaben heißen: Verdrängung stoppen, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Klimaschutz in den Gebäuden und im Stadtviertel voranbringen und Quartiere und Wohnungen barrierefrei umbauen – zu weiterhin erschwinglichen Mieten. Dafür brauchen wir einen gut gefüllten Instrumentenkasten, aus dem sich alle Akteure bedienen können.

Bilder

Grüne ehrten Manfred Becker für 35 Jahre Mitgliedschaft

Er war 1983 den Grünen beigetreten und durchlief und durchlitt seitdem aktiv alle Höhen und Tiefen der Partei

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Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an die Verwaltung

Verwendung von Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat sowie weiterer Pestizide in der Gemeinde Schwaig bei Nürnberg

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MdB Uwe Kekeritz über Handelsabkommen mit Afrika

Durch Diskussionen, Demos und Unterschriftensammlungen gegen TTIP und CETA sind andere Handelsabkommen beinahe in Vergessenheit geraten. So weiß kaum jemand Bescheid über die Handelsabkommen der EU mit afrikanischen Ländern und damit verbundenen Fluchtursachen. Um Genaueres zu erfahren, hatte der OV Schwaig/Behringersdorf zu einem Infoabend eingeladen.

Referent war der Bundestagsabgeordnete Von Bündnis 90/Die Grünen Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik.

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Antrag an den Gemeinderat: Mietobergrenzen Schwaig

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Kontakt mit der Energieprojektagentur

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