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Graf will Bürgermeister werden

25-jähriger Stadtrat tritt für Röthenbacher Grüne an - Viele Initiativen eingebracht

RÖTHENBACH (grüne) — Der Röthenbacher Ortsverband der Grünen hat sich einstimmig für Stadtrat Thiemo Graf als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im März 2008 ausgesprochen.

Der 25-Jährige ist seit acht Jahren in verschiedensten Positionen kommunalpolitisch aktiv, seit 2002 vertritt er Bündnis 90/Die Grünen erfolgreich im Röthenbacher Stadtrat, so Ortssprecherin Inge Wende. Zahlreiche Initiativen gingen hier auf sein Engagement zurück.

Inge Wende nennt insbesondere die Aufdeckung der überhöhten Emissionsbelastung durch einen örtlichen Industriebetrieb, das Nein der Stadt zum Sandabbau am Birkensee, die Errichtung von mehreren Fotovoltaikanlagen und die Änderung von Bebauungsplänen.

Thiemo Graf habe damit unter Beweis gestellt, dass er Themen anpacken und Ideen umsetzen könne. Diese Eigenschaften und das Wissen aus seinem Wirtschaftsstudium prädestinierten den angehenden Diplom-Kaufmann für das anspruchsvolle Amt des Ersten Bürgermeisters.

Seine sechsjährige Stadtratstätigkeit und sein Alter kämen ihm dabei zu Hilfe: „Thiemo Graf hat die nötige Erfahrung, ohne gleichzeitig durch eingefahrene Denkstrukturen gefesselt zu sein“, betont Inge Wende.

Auch der Schwaiger Bezirksrat Paul Brunner freut sich, dass die Grünen einen jungen und dynamischen Bewerber aufbieten können: „Wenn man weiß, dass Hans-Jochen Vogel schon mit 33 Jahren Münchner Oberbürgermeister wurde, dann ist Thiemo Graf nicht zu jung für dieses Amt. Er verfügt über fundierte Sachkenntnis, verfolgt seine Ziele mit Beharrlichkeit und nimmt die Bedürfnisse der Menschen ernst.“

In seiner Bewerbungsrede zeigte Graf ausführlich die Motive für seine Kandidatur auf. „Der Fortschritt einer Kommune liegt wesentlich in der Hand des Bürgermeisters. Diese Handlungsmöglichkeit möchte ich nutzen, um Röthenbach weiter voranzubringen.“

Denn gerade auf diesem Gebiet gebe es mittlerweile Stillstand. „Wer bei uns etwas umsetzen möchte, braucht leider einen langen Atem.“ Dies müsse sich ändern. Kurze Wege und zügige Entscheidungen seien unentbehrlich.

Wichtig sei ihm darüber hinaus, dem Bürger eine Wahl zwischen mehreren Kandidaten zu ermöglichen. „Unsere Demokratie lebt davon, dass die Parteien den Wählern Alternativen anbieten.“ Eine Situation wie vor sechs Jahren, als die Röthenbacher Opposition keinen Gegenkandidaten aufgestellt habe, dürfe es nicht wieder geben.

Als Schwerpunkte seiner politischen Arbeit der nächsten Jahre sieht der Grünen-Kandidat die Herausforderungen durch den Klimawandel sowie die Entwicklung des örtlichen Mittelstands.

„Gebäudedämmung, Energieeffizienz, dezentrale Energieversorgung oder Nahverkehr sind Gestaltungsmöglichkeiten, die vor Ort genutzt werden müssen. Das Einsparpotenzial ist riesig.“

Schlicht eine Frage des Überlebens sei es zudem, die Stadt Röthenbach als Wirtschaftsstandort für kleine und mittelständische Unternehmen zu etablieren. Die heutige Abhängigkeit von den beiden großen Industriebetrieben müsse unbedingt verringert werden. Daher müsse eine neue Grundlage geschaffen werden, um Arbeitsplätze mit Zukunft und Gewerbesteuereinnahmen dauerhaft in die Stadt zu holen.

Deutlich sprach er sich in diesem Zusammenhang gegen den Bau der Südumgehung aus. Diese sei unbezahlbar und schlicht überflüssig. Die Stadt solle erst einmal das bestehende Gewerbegebiet Mühllach auslasten, statt neue Brachflächen zu erschließen.

Pressebericht der Pegnitz-Zeitung vom 6. Juli 2007