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Jetzt erst recht!

 

Nürnberger Land- „Es kann nicht sein, dass ein kleine, egoistische Gruppe ein Mountainbike-Konzept für das Nürnberger Land blockiert“, so das einhellige Fazit der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen. Die Grünen rufen deshalb über ihre Internetseite Mountainbiker und Fahrradwanderer auf, sich den Naturgenuss nicht vermiesen zu lassen und jetzt erst recht massenhaft ins Nürnberger Land zu kommen.

Auf der letzten Fraktionssitzung beschäftigte sich die bündnisgrüne Kreistagsfraktion mit dem am Widerstand einzelner Jäger gescheiterten Mountainbike Konzept für das Nürnberger Land. „Es ist unfassbar, was sich in den letzten Wochen und Monaten dazu ereignet hat“, so Dr. Werner Ebert, grüner Vertreter im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus.

Der Landkreis will sportliche Aktivitäten im Tourismus fördern und mit der Ausweisung von Mountainbike Wegen die Aktivitäten kanalisieren. Daraufhin wurden die Radsportvereine und viele engagierte Radler ehrenamtlich aktiv und kennzeichneten mit Schildern die ausgewählten Routen.

Dann meldete sich beleidigt die organisierte Jägerschaft und schaffte es, das Konzept komplett zu stoppen. Landrat Reich, der zunächst für das Konzept eintrat und warb, kniff daraufhin und zog das Konzept zurück. Eine gefundenes „Fressen“ für die überregionale Presse, die mittlerweile umfassend über Provinzposse im Nürnberger Land berichtet hat.

Fraktionssprecher Achim Dobbert kommt angesichts dieser Entwicklung zum Fazit, dass „dies ist ein Schlag für die Bemühungen ist, den Tourismus im Nürnberger Land anzukurbeln und zudem den einheimischen Unternehmen schadet.“ Gerade die sportlichen Aktivitäten, wie auch Klettern oder Kanufahren sind es, die das Nürnberger Land als Tourismusregion attraktiv machen. Sie sind zu Recht ein wichtiger Baustein im Tourismuskonzept der Frankenalb. Hinzu kommt, dass den Landkreis überregional bedeutsame Radrouten durchziehen, wie der Fünf-Flüsse-Radweg. Gastronomie, Hotels oder auch Einzelhandel profitieren vom Radtourismus.

Den Imageschaden, der nun entstanden ist, sehen die Grünen als gravierend an. Hinzukommt, dass es keinerlei bedeutende Vorfälle gab, die zur Beeinträchtigung von Jägern führten. Der weitaus größte Teil der Radler verhält sich verantwortungsvoll im Wald. Die Bündnisgrünen wollen sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, das Konzept zu realisieren.

November 2006

 

 

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