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Nürnberger Land: Landkreisgrüne bei der Umweltbank zu Besuch

NÜRNBERG/ALTDORF- Auf Einladung der Kreisverbandes der Grünen im Nürnberger Land sprach MdB Christine Scheel mit dem Vorstandsvorsitzenden der Umweltbank Horst Popp über nachhaltige Wirtschaft

Mit Christine Scheel hatten Kreisverband und Ortsverband Altdorf der Grünen eine außergewöhnlich kompetente Partnerin in Finanz- und Wirtschaftsfragen eingeladen. Die Tagestour begann in die Umweltbank Nürnberg, die auch viele Kunden aus dem Landkreis hat. Zwischen dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden Horst P. Popp, den Landkreis-Grünen und der Bundestagsabgeordneten entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch über „Eingriffe" der Politik in den Finanzmarkt und über deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Christine Scheel leitet seit Beginn der Legislaturperiode den AK I der Bundes-Grünen (Wirtschaft, Finanzen und Gesundheit), außerdem war sie 7 Jahre lang (während der Rot-Grünen Koalition) Ausschussvorsitzende im Haushaltsausschuss des Bundestags. Sie hatte (und hat) enorme Einblicke in die Zusammenhänge und auch alle Informationen, die nötig sind, um sich ein Fachurteil zu erlauben.

Ein kompetentes Fachurteil ist jedoch mit der Person verbunden, und da hat Christine Scheel häufig Kompetenz bewiesen und auch viel Anerkennung erfahren.

Die Umweltbank ist eines der wenigen Kreditinstitute, die auf Grund ihrer Geschäftspolitik von der Finanzkrise nicht betroffen ist. Umweltinvestitionen, bzw. Finanzierungen bei der Gewinnung von alternativen Energien im Solarbereich, bei Windkraftanlagen, etc. sind bei ihr schon seit langer Zeit Tagesgeschäfte. Kritiker dieser nachhaltigen Energiepolitik  bedienen sich häufig sehr oberflächlicher Argumente, die leicht zu entkräften sind. Frau Scheel kam auch auf die Atomkraft zu sprechen, die Endlagerangst bei der Bevölkerung ist enorm gestiegen und darf nicht unterschätzt werden. Die Umstände in Asse und Gorleben werden dazu führen, dass man neue Standorte und auch neue Wege erkunden muss. Da klingt es einfach lächerlich, wenn argumentiert wird, dass Windräder die Landschaft verschandeln oder den Wohnwert mindern. Das Problem liegt darin, dass die große Koalition in den vergangenen Jahren die Mittel zur Förderung der Forschung bei den alternativen Energien enorm zurück gefahren hat. Es kommt dazu, dass die Banken zurecht klagen, dass die Bearbeitung von Anträgen immer komplizierter und umfangreicher wird. Beklagt wird auch hier ein „exponentielles Wachstum" in der Bürokratie. Was früher mit einem einseitigen Antrag ging, braucht jetzt fast einen ganzen Ordner. Die Fachleute waren sich einig, dass noch viel Arbeit nötig ist, um der Wirtschaft, das Wachstum zu erleichtern.

PRESSEMITTEILUNG vom 17.09.09