Fair-handeln, fair-kaufen, fair-schenken

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 25.10.2018 mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Stadt Lauf Fairtrade Kommune werden möchte. Dadurch soll der Faire Handel in Lauf gefördert werden. Was bedeutet in diesem Zusammenhang nun eigentlich „fair“? Es geht um die Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd, zwischen wirtschaftlich hochentwickelten und weniger entwickelten Ländern.
Einige im Fairen Handel aktive internationale Organisationen haben sich auf folgende Definition für Fairen Handel geeinigt:

Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent*innen und Arbeiter*innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung…

Fair gehandelte Produkte gibt es mittlerweile in großer Zahl – auch in Lauf. Am bekanntesten sind die früher als „Kolonialwaren“ bezeichneten Produkte Kaffee, Tee, Schokolade, Bananen etc. Aber auch im Nicht-Lebensmittelbereich findet man immer mehr Fairtrade-Waren, z.B. Kleidung, Blumen, Fußbälle, (Grab-)Steine, Mobiltelefone, kunsthandwerkliche Artikel. Fragen Sie in den Geschäften doch einfach einmal nach, ob es auch Faire Produkte gibt. Und bringt das auch etwas, wenn wir fair gehandelte Produkte kaufen, die oft etwas teurer sind als konventionell gehandelte? Das Centrum für Evaluation der Universität des Saarlandes in Saarbrücken ist dieser Frage in mehreren Studien nachgegangen. Sie zeigen zahlreiche positive Effekte des Fairen Handels.

Dazu gehören:

• Schaffung von höheren Einkommen für die Produzent*innen, wodurch diese in die Lage versetzt werden, mehr in ihre eigene Ausbildung bzw. die ihrer Kinder zu investieren

• Erzielung einer größeren Eigenständigkeit der Produzentenorganisationen, in dem sie z.B. Maschinen oder Fahrzeuge anschaffen oder die Weiterverarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte selbst bewerkstelligen und so von anderen Dienstleistern unabhängig werden

• Qualifizierung der Produzent*innen durch Beratungsleistungen und Fortbildungen

• Schaffung von neuen beruflichen Perspektiven in Führungspositionen der Produzentenorganisationen oder als Fair-Handels-Inspektor*innen - vor allem für Frauen

Dadurch trägt der Faire Handel auch zur Verhinderung von Migration bei, denn wer in seinem eigenen Land auskömmlich leben kann, muss sein Glück nicht woanders suchen.

Wenn Sie noch Fragen zum Fairen Handel haben, können Sie mir gerne eine Email schreiben unter s_koch-schaechtele@remove-this.web.de

 

 

  Herzliche Grüße Ihre

  Susanne Koch-Schächtele

  Stadträtin Bündnis ´90/DIE GRÜNEN

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