Neue Gesichter ganz nach vorne

Die Spitzenmannschaft der Grünen für die Kreistagswahl am 2. März 2008. V.l.n.r.: Gabi Beer, Thiemo Graf, Hans Kern, Michael Kipfstuhl, Kristina Stamenic-Schlenk, Achim Dobbert, Helga Schiel, Paul Brunner, Siegrid Ederer, Horst Topp und Inge Wende. Nicht im Bild: Dr. Lydia Hufmann-Bisping. Foto: Bene Bisping.

NÜRNBERGER LAND – Mit zwei neuen Gesichtern an der Spitze treten die Grünen bei der Kreistagswahl im März 2008 an. Die Mitglieder wählten die Schwarzenbrucker Gemeinderätin Helga Schiel und den Kreisvorsitzenden Michael Kipfstuhl aus Hersbruck auf die ersten zwei Listenplätze.

Komplettiert wird die 12-köpfige Spitzenmannschaft durch die beiden Fraktionssprecher Siegrid Ederer (Platz 3, Altdorf) und Landratskandidat Achim Dobbert (4, Schnaittach), Kreisrätin Gabi Beer (5, Rummelsberg), Stadtrat Hans Kern (6, Lauf), Kreisrätin Kristina Stamenic-Schlenk (7, Schnaittach),  Bürgermeisterkandidat Thiemo Graf (8, Röthenbach/Pegnitz), Dr. Lydia Hufmann-Bisping (9, Lauf), Kreisrat Horst Topp (10, Altdorf), Inge Wende (11, Röthenbach/Pegnitz) und Bezirksrat Paul Brunner (12, Schwaig).

Versammlungsleiter Claus Fesel betonte, dass es damit gelungen sei, für die kommenden sechs Jahre eine schlagkräftige und verjüngte Mannschaft zusammen zu stellen. Die Grünen im Landkreis hätten mehrere neue Gesichter für ein Kreistagsengagement gewinnen können und eine Liste zusammengestellt, die alle Teile des Landkreises angemessen berücksichtige.  

Die Bündnisgrünen könnten zudem stolz sein, dass sie mit Michael Kipfstuhl und Stadtrat Thiemo Graf (beide 25 Jahre) zwei junge und engagierte Kommunalpolitiker auf aussichtsreichen Positionen vorweisen können. Zusammen mit den erfahrenen Kreisräten sei damit eine gesunde Mischung gelungen. Claus Fesel dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich  Landratskandidat Achim Dobbert, der sich zugunsten der Verjüngung bewusst erst auf Listenplatz vier zur Wahl gestellt hatte.    

Die Mitglieder honorierten diese Geste und die fast 12-jährige, unermüdliche Arbeit ihres Fraktionsvorsitzenden im Kreistag mit der einstimmigen Wahl zum Landratskandidaten. Dobbert, der bereits im Juli offiziell nominiert worden war, zeigte sich in seiner Rede kämpferisch. So könne er die größte Kreistagserfahrung aller vier Kandidaten vorweisen und sei mit seinen 56 Jahren im besten Alter für eine neue Aufgabe: „Landrat Reich war bei seiner ersten Wahl so alt wie ich heute“, betonte Achim Dobbert. 

Auch inhaltlich spreche alles für „einen ersten grünen Landrat in Bayern“. Die Erfolgsbilanz der Fraktion, der er seit 1996 zusammen mit Siegrid Ederer vorsteht, könne sich sehen lassen. Beispielhaft erwähnte er die Gründung der Unabhängigen Energieagentur (ENA), die Solarinitiative, den Bau einer Hackschnitzelheizung in Altdorf und die Aufstockung der Finanzmittel für den Tag der Regionen. Mit Freude sehe er zudem die positive Entwicklung der Kreiskrankenhäuser in Lauf, Altdorf und Hersbruck, an der die Grünen-Fraktion einen ganz erheblichen Anteil habe. Bereits frühzeitig hatte sie sich im Landkreis Kronach, wo eine ähnliche Problematik vorlag, informiert und sich nach eingehender Beratung für einen Verkauf an das Klinikum Nürnberg ausgesprochen. Dobbert: „Die Entscheidung gegen einen privaten Träger war ohne Zweifel richtig für das Wohl der Kreisbevölkerung." 

Er versprach, gemeinsam mit der neuen Fraktion den eingeschlagenen Weg in den nächsten sechs Jahren fortzusetzen. Dazu werde es am nächsten Wochenende noch eine ausführliche Klausur der Spitzenmannschaft geben, auf der konkrete Ziele formuliert werden. „Eines kann ich aber schon heute sagen“, so Achim Dobbert. „Ich will mehr Hackschnitzelheizungen, mehr Fotovoltaikanlagen, mehr Windräder und die erste Biogasanlage im Landkreis.“ Dies sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern zahle sich auch finanziell aus und fördere die heimische Wirtschaft. „Handwerk hat grünen Boden. Das werden wir im Wahlkampf auch deutlich machen“, kündigte er unter dem Beifall der Mitglieder an.  

Pressemitteilung vom 11. Oktober 2007  

Bündnis 90/Die Grünen Nürnberger Land

 

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