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27.03.2021

Licht aus am 27. März

Symbolbild Earth Hour

Licht aus! Klimaschutz an.

Das ist die einfache Botschaft der Earth Hour. Am 27. März um 20.30 Uhr Ortszeit schalten überall auf der Welt Menschen, aber auch Unternehmen und Städte für eine Stunde das Licht aus. Warum? Um so ein globales Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.
Schon seit 2007 organisiert der WWF diese symbolische Aktion. Auch viele Städte nehmen daran teil und lassen berühmte Bauwerke oder Rathäuser für eine Stunde im Dunkeln. In Deutschland beteiligen sich über 550 Orte, fast 200 mehr als im letzten Jahr. In der Umgebung schaltet etwa Nürnberg die Beleuchtung der Burg, vieler historischer Bauwerke und der Kirchen aus. Aber auch Etzelwang macht mit und lässt alle kommunalen Gebäude unbeleuchtet. Vielleicht kann sich im nächsten Jahr auch Hersbruck in diese Liste einreihen?

Mitmachen kann aber jede und jeder Einzelne von zu Hause aus: Schaltet am Samstag um 20.30 Uhr für eine Stunde die Beleuchtung aus und sprecht euch damit für entschiedenere Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung aus! Dabei lässt sich das politische Statement sogar gut mit einem schönen Erlebnis verbinden, zum Beispiel einem Candlelight Dinner oder einer Nachtwanderung.
Signale für die Bedeutung des Klimaschutzes zu setzten ist dringend nötig. Denn die nächsten Jahre werden entscheidend sein, um Weichen für einen Umgang mit der Natur und den vorhandenen Ressourcen zu setzen. Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl sollten alle Parteien sehen, dass ein Umdenken in der aktuellen Politik hin zu mehr Klimaschutz nötig ist und entsprechend handeln.

Für mehr Sichtbarkeit kann man sich zudem unter https://www.wwf.de/earth-hour als TeilnehmerIn registrieren lassen!

08.03.2021

Internationaler Frauentag

Wir sind der Meinung: Zum Frauentag brauchen Frauen keine Blumen, sie brauchen Gleichstellung, die Hälfte der Macht und gleiche Bezahlung. Frauen sind zu 20% häufiger von Altersarmut betroffen. In Deutschland ist es ein Steuervorteil, wenn die Frau zuhause bleibt. Im Corona-Jahr 2020 zeigte sich deutlich, dass die Pandemie sich besonders auf Frauen auswirkt – weil sie häufiger als Männer in Berufen arbeiten, die von der Krise besonders getroffen wurden, z.B. der Pflege oder in der Gastronomie. Die Konjunkturhilfen der Bundesregierung flossen laut einer Studie der Hochschule Fulda übrigens zu fast 75% in Branchen, in denen mehrheitlich Männer arbeiten.

Um die Interessen von Frauen durchzusetzen, braucht es Frauen in der Politik. Die Grünen setzen daher wie keine andere Partei auf Gleichberechtigung: Als einzige Partei ist bei uns die Frauenpolitik seit 1986 in der Satzung verankert. Unter den Mitgliedern sind 43% weiblich. Wahllisten werden alternierend mit Frauen und Männern besetzt und gemischte Doppelspitzen sind schon lange normal.

Das Ergebnis sieht man auch vor Ort. Der Ortsvorstand ist paritätisch besetzte, im Stadtrat sind von fünf Stadtratsmitgliedern zwei weiblich. Daran könnten sich andere Parteien durchaus orientieren – immerhin sind von 19 Stadträten gerade einmal sechs Frauen.

06.02.2021

Unsere Position zum Thema Parken in Hersbruck

Dieser Artikel in der Hersbrucker Zeitung vom 05.02.2021 zeigt unsere Position beim Thema Parken in der Hersbrucker Innenstadt. Vorfahrt für Radler*innen und Fußgänger*innen!

27.01.2021

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Heute jährt sich zum 76. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Das Lager steht als Symbol für den systematischen Mord von Millionen europäischer Jüdinnen und Juden. Wohl jeder kennt das Foto der Gleise vor dem Eingangstor mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“. Die Bilder und Erzählungen aus dem Lager werden zu Gedenktagen oft gezeigt und wiederholt. Gerade das lässt Auschwitz und alles, wofür es steht, aber manchmal fern wirken.

Es ist wichtig, dass wir uns als Gesellschaft klar machen: Der Holocaust fand nicht nur an diesem vermeintlich fernen Ort im heutigen Polen statt, er war überall. In den Städten in Deutschland und Europa, wo Nachbarn, Geschäftspartnerinnen und Schulfreunde in aller Öffentlichkeit deportiert wurden und ihr Hab und Gut an Nachbarn versteigert wurde. Genauso fand er in den Lagern statt, die ebenfalls nicht vor der Bevölkerung geheim gehalten wurden. Auch in Hersbruck und in Happurg konnten die Einwohner sehen, unter welchen erbärmlichen Verhältnissen Menschen, die nicht in das gesellschaftliche Bild der Nazis passten, leben und arbeiten mussten. Im Lager waren fast 9.000 Menschen eingesperrt, die meisten aus osteuropäischen Ländern. Jeden Tag mussten sie vom heutigen Finanzamt bis nach Happurg laufen, um Stollen für eine unterirdische BMW-Fabrik anzulegen. Nicht selten starben bis zu 30 Häftlinge am Tag. Wer erkrankte, wurde zum Sterben ins Hauptlager Flossenbürg gebracht.

Was bringt es, heute noch darüber zu sprechen? Es gibt nur noch wenige Menschen, die diese Zeit miterlebt haben und niemand würde heute dafür plädieren, ähnliche Lager zu bauen. Wichtig ist es aber, zu fragen: Wie konnte es soweit kommen? Warum haben die Menschen weggeschaut, mitgemacht und damit das menschenverachtende System gestützt? Warum haben sie eine Ideologie angenommen, die Menschen ausgrenzte, weil sie vermeintlich anders waren? Die eine andere Religion, eine andere Kultur, eine andere Sexualität oder einfach eine andere Nationalität hatten?

Für heute ist es deshalb weniger wichtig zu sagen „Nie wieder“, sondern vielmehr sich selbst zu hinterfragen: Lache ich mit, wenn antisemitische Witze am Stammtisch kommen? Widerspreche ich, wenn die Kollegen rassistische Sprüche klopfen? Wie verhalte ich mich, wenn mein Nachbar wegen seiner Hautfarbe auf offener Straße beleidigt wird? Was entgegne ich, wenn der Onkel oder die Tante hetzende Verschwörungstheorien äußern?

22.01.2021

Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags

Heute, am 22. Januar 2021 tritt der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen in Kraft und wird damit geltendes Völkerrecht. Damit wird der Tag zu einem historischen Datum, denn mit dem Inkrafttreten wird die Ächtung von Atomwaffen zum ersten Mal vom Völkerrecht abgedeckt.


Der Atomwaffenverbotsvertrag wurde 2017 bei den Vereinten Nationen von 122 Staaten verabschiedet. Inzwischen haben 51 Staaten das Abkommen ratifiziert, 86 Staaten unterzeichnet. Der Vertrag verbietet unter anderem Tests, Entwicklung, Produktion, Besitz, Stationierung, Weitergabe sowie den Einsatz von und die Drohung mit Atomwaffen. Erstmals werden Atomwaffen dadurch auf Grund ihrer katastrophalen humanitären Folgen geächtet. Der Debatte über nukleare Abrüstung wird das neue Impulse geben - auch in Deutschland.
 

Die Bundesregierung weigert sich bisher an der Seite der Atomwaffenstaaten das Abkommen zu unterzeichnen. Es ist zu hoffen, dass mit dem Inkrafttreten des Vertrages ein politischer Handlungsdruck entsteht, damit auch Deutschland und weitere Staaten den Vertrag ratifizieren.

12.12.2020

Fünf Jahre nach dem Pariser Klimabkommen

1,5 Grad Erwärmung sind in Hersbruck schon Realität

Auf Opens external link in new windowZeit Online kann man sich einen sogenannten „Wärmestreifen“ für die eigene Stadt generieren lassen. Dieser zeigt anhand der Wetterdaten die Entwicklung der durchschnittlichen Jahrestemperatur vor Ort an. Blaue Streifen stehen für kalte Jahre, rote für heiße. Auf dem Wärmestreifen für Hersbruck sind in den letzten dreißig Jahren fast nur rote Streifen zu sehen. Hier ist die Entwicklung deutlich sichtbar: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor ca. 140 Jahren ist die Durchschnittstemperatur bereits um 1,5 Grad gestiegen

Vor fünf Jahren wurde in Paris auf der Internationalen Klimakonferenz beschlossen, die Erderwärmung auf möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu beschränken. Bezieht man das auf Hersbruck, dann haben wir diese Grenze schon erreicht. Deutschlandweit liegen wir damit genau im Durchschnitt.

Im Pariser Klimaabkommen haben sich fast alle Staaten der Welt das Ziel gesetzt, die Erderwärmung möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Das wurde weltweit als großer Erfolg gefeiert. Deutschland galt damals noch als Vorreiterin im Klimaschutz. In den letzten Jahren wurde jedoch deutlich, dass wir unsere selbst gesetzten Ziele nicht einhalten können: Immer wieder wurden die CO2-Reduktionsziele für 2020 heruntergesetzt. Die aktuelle Planung sieht nur noch 35 statt ursprünglich 40 Prozent Reduktion gegenüber 1990 vor. KlimaforscherInnen betonen, dass Deutschland das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, mit den derzeitigen Maßnahmen nicht einhalten kann.

Viele Maßnahmen zum Klimaschutz müssen auf nationaler oder internationaler Ebene getroffen werden. Aber: Zahlreiche wichtige Weichen, um den Klimaschutz voranzutreiben und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern, werden auf lokaler Ebene gelegt. Das betrifft besonders die Bereiche Mobilität und Energieerzeugung und geht von der Schaffung eines guten Radverkehrsnetzes und dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs über die Bereitstellung von Leihrädern bis zur Förderung privater Photovoltaikanlagen und dem Ausbau des Anteils an Erneuerbaren Energien bei den lokalen Stadtwerken. Kommunen können aktiv werden, um den Artenschutz zu stärken, Grünflächen zu erhalten und den Flächenverbrauch durch Neubauten zu vermeiden. Wichtigstes und umfassendstes Element ist die Einführung eines Klimavorbehaltes. Dabei wird bei allen kommunalen Beschlüssen des Stadtrats geprüft, welche Auswirkungen sie auf das Klima haben.

Wie sieht es mit Maßnahmen zum Klimaschutz in Hersbruck aus? Gute Ansätze gibt es durchaus, aber von der Klimaneutralität sind wir noch weit entfernt. Warum orientieren wir uns nicht an Erlangen, das im letzten Jahr den Klimanotstande ausgerufen hat? Dieser eher symbolische Akt muss mehr sein als ein Lippenbekenntnis und mit der Einführung eines Klimavorbehalts konkrete Folgen haben. In Erlangen hat die Stadt einen umfassenden Maßnahmenkatalog beschlossen, der unter anderem die Umwandlung von Parkplätzen in Fahrradstellplätze vorsieht, einen Fokus auf nachhaltiges Bauen legt und Klimaschutz auch bei der Planung von Dienstreisen, Druckaufträgen und Beschaffungen einbezieht.

Klar muss sein: Je länger wir umfangreiche und entschiedene Maßnahmen herauszögern, umso schwieriger wird es, sie sozialverträglich umzusetzen. Zugleich verpassen wir mit weiterem Zögern die wirtschaftlichen Chancen, die mit der Energiewende einhergehen.
Die 1,5 Grad Erwärmung können wir nicht mehr rückgängig machen. Nun müssen wir schauen, dass wir in Hersbruck unter 2 Grad bleiben und unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Welt hinterlassen!

25.11.2020

Interview mit der HZ: Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf das Klima aus?

Interview mit dem Vorstand des OV Hersbruck in der Hersbrucker Zeitung, 25.11.2020

21.11.2020

Stellungnahme der Grünen Stadtratsfraktion zur Absetzung der Beratung über Flüchtlingsaufnahme und einen Beitritt zum Bündnis „Sicherer Hafen“

Logo Bündnis 90/Die Grünen

 

Ein Drittel der Hersbrucker Stadträtinnen und Stadträte hatte beantragt, dass die Stadt dem Bündnis „Sicherer Hafen für Flüchtlinge“ beitreten möge. Die Anträge folgten dem Aufruf im offenen Brief des ökumenischen Asylvereinsvereins und wurden von ehrenamtlichen Flüchtlingshelferkreisen unterstützt.

Die Kommunen im Bündnis der Sicheren Häfen bilden eine starke Gegenstimme zur Abschottungspolitik auf Bundes- und Europaebene. Die Mehrheit des Hauptverwaltungs-Ausschusses hat es nun abgelehnt über diese Anträge überhaupt zu diskutieren. Auch wenn es aus formalen Gründen korrekt sein kann, diesen Tagesordnungspunkt wegen Nichtzuständigkeit zu streichen hätte die Grünen Fraktion erwartet, dass gewählte Vertreter der Hersbrucker Bürger sich in Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit der Helferkreise wenigstens mit deren Anliegen befassen.

Die Flüchtlinge von 2015 in Hersbruck aufzunehmen und zum größten Teil zu integrieren war eine Kraftanstrengung, zu der die Stadtverwaltung mit KiTa-Plätzen und anderem mehr ebenso beigetragen hat wie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die ihre Zeit und Zuwendung investiert haben - und immer noch investieren – um den Menschen das Ankommen zu erleichtern. Dadurch war Hersbruck in den letzten fünf Jahren erfolgreich bei der Aufnahme und Eingliederung von Geflüchteten.

Braucht es vor diesem Hintergrund solche Taktiererei mit dem Absetzen von Anträgen? fragen sich die Grünen. Wieso kostet es die Fraktionen von CSU, FRB und SPD anscheinend zu viel Überwindung sich öffentlich zur Aufnahme zu bekennen und beim Flüchtlingsschutz Flagge zu zeigen? Die Grünen wollten zudem eine Diskussion anregen, wie die Stadt Hersbruck im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und über ihre Interessenverbände erreichen kann, dass die Menschen im Laubenweg und insbesondere die dort untergebrachten Kinder, die seit Jahren hier leben und in KiTas und Schulen bereits integriert sind nicht umverteilt werden, sondern Stabilität erfahren.

Insgesamt wäre die Diskussion des Tagesordnungspunktes aus Grüner Sicht eine Wertschätzung für die Helfenden gewesen und hätte dem Bild einer weltoffenen und lebenswerten Stadt gut entsprochen.

URL:https://gruene-nuernberger-land.de/ortsverbaende/ov-hersbruck/