28.01.2019

Grüne Fraktion zur Bebauung Lebenshilfe am Pfaffental

von Horst Topp

Die bisherigen Veröffentlichungen zum Thema Bebauung der Lebenshilfe am Pfaffental in Altdorf können wir so nicht unkommentiert lassen. Die Grünen ziehen sich diesen Schuh nicht an, nichts für Menschen bzw. Senioren mit Handicap zu tun. Das widerlegt die Politik der Grünen seit vielen Jahren. Bei der angesprochenen Angelegenheit geht es um einen Standort, bei dem schon vor vielen Jahren eine weitere Bebauung ausgeschlossen wurde. Der damalige Fehler des Stadtrats, aus Eigennutz heraus (man suchte Lösungen für die Finanzierung der Straße) die sog. Südumgehung anzubauen, muss nicht fortgeschrieben werden. Die Fläche, die jetzt zur Debatte stand, ist im Ostbereich bereits Teil des Pfaffentals (sh. Bild). Die Bebauung nach der Planskizze, wie sie uns in der Sitzung vorlag, betrifft es bereits einen der Schlittenhänge am Eingang des Pfaffentals, den sog. „Idiotenhügel“ für Ski-Anfänger.

Die Zufahrt zu dem angedachten Grundstück mag für die Versorgung und evtl. auch für einen Rettungswagen noch passabel sein – wenn aber etwas passiert und die Feuerwehr anrücken muss, dann ist das mehr als grenzwertig – ganz abgesehen davon, dass die Zufahrt von der Südumgehung ohne Linksabbiegerspur ebenfalls sehr bedenklich ist - wenn jemand schon einmal früh über die Pfaffentalstraße zur Arbeit oder zur Schule gefahren ist, der weiß, worüber wir reden.

Auch das Märchen, dass es in Altdorf keine Flächen gibt, die für eine Bebauung der Lebenshilfe passend sind, müssen wir zurück weisen. Einmal war da der Vorschlag an der Riedener Straße, den die Mehrheit des Stadtrats wegen der Wasser- bzw. Abwasserproblematik abgelehnt hat. Das kann so nicht stimmen, denn es wird dort gebaut, außerdem hat die Stadt für knapp 4 Millionen Euro die Nordentwässerung neu erstellt. Dazu kommt, dass im Norden, direkt an der S-Bahn ein weiteres großes Baugebiet entsteht. Da wäre es ganz einfach möglich, ein Stück für die Lebenshilfe, direkt in S-Bahn-Nähe und mit einer vernünftigen Anbindung an die Innenstadt zu reservieren. Außerdem ist am Vorzeigeprojekt er Lebenshilfe, den „Wohnwelten“ bei der Fachakademie noch viel Platz. Wenn man sagt, dass man dort kein Grundstück bekommt, dann muss sich eben die Stadt mit einbringen und da sind dann auch die mit gefordert, die dauernd solche Behauptungen in den Raum stellen, dass Altdorf keine Grundstücke mehr hat.

Wir sind immer dabei, wenn es darum geht, der Lebenshilfe zu helfen – packen wir es an.

Wir fragen uns sowieso, warum es bei den Seniorenanlagen an der Nürnberger Straße und bei den Rummelsberger Anstalten nicht voran geht. Die Bürokratie lässt grüßen.

Grüne Fraktion im Altdorfer Stadtrat, Horst Topp, Fraktionsvorsitzender

 

 

 



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