05.04.2017

Kämpferische Grüne auf dem Kleinen Parteitag

von Margit Kiessling

von links nach rechts: Eckart Paetzold, MdB Toni Hofreiter, MdL Verena Osgyan, Margit Kiessling

Der 2. Kleine Grüne Parteitag unter dem Motto: „Zukunft wird aus Mut gemacht“ fand in diesem Jahr in Nürnberg in der Meistersingerhalle statt. Als Delegierte für den Grünen Kreisverband Nürnberger Land waren Margit Kiessling und Eckart Paetzold aus Altdorf dabei und auch Bundestags-direktkandidatin Gabriele Drechsler aus Schwarzenbruck besuchte die gelungene Auftaktveranstaltung für den Bundestagswahlkampf.

Die Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen, Claudia Roth, warb für einen „feurigen“ Wahlkampf, den Wechsel für eine „bunte“ Gesellschaft, für Zusammenhalt und Verantwortung und für ein geeintes und starkes Europa. Wie ihr Vorredner und Landesvorsitzender Eike Hallitzky verurteilte sie die im Bundesrat mit den Stimmen der SPD beschlossene PKW- Maut, die uns mehr koste, als sie einbringe und den Grenzregionen schade. Roth bezeichnete die Maut als „Überbietungsmodus der CSU mit der AfD“.

Mit emotionalen und leidenschaftlichen Reden begeisterten auch die MdB‘ s Katrin Göring-Eckardt (Bericht dazu im Bayer. Rundfunk) und Toni Hofreiter die Zuhörer. Hofreiter wies auf den Klimawandel hin: „Das Eis in der Arktis schmilzt, das Wetter ist weltweit instabil, Überschwemmungen und Dürren nehmen zu, das Artensterben geht rasant voran und in den Meeren gibt es mehr Plastikmüll als Fische! Wir müssen weg vom Öl, um aus unserer Abhängigkeit herauszukommen und mit Kohle gibt es keinen Klimaschutz!“ „Außerdem müssen wir weg vom Verbrennungsmotor und wir müssen die Automobilindustrie umrüsten auf Elektromobilität“, forderte Toni Hofreiter und warb dabei für eine kluge Sozialpolitik. „Ohne unsere Lebensgrundlagen ist alles andere verdammt wenig und die Grünen sind die einzige Partei, die verstanden hat, was Ökologie bedeutet. Wir wissen was zu tun ist, aber wir müssen uns trauen“, schwor Hofreiter die Anwesenden ein! Bei der geforderten, sofortigen Abschaltung beider Blöcke von Gundrem-mingen, bei denen es sich wie beim Unglücksreaktor von Fukushima um Siedewasserreaktoren handelt, wurde der hierzu gestellte Antrag einstimmig angenommen. Weitere Anträge für eine giftfreie Landwirtschaft ohne Glyphosat, „Ja zu Europa“, „CETA im Bundesrat ablehnen, bzw. für fairen Handel eintreten“, „mehr Geld für den Schienenausbau in Bayern investieren“ oder „keine Studiengebühren mehr“ wurden ebenfalls von allen Delegierten schneller als üblich angenommen. Vielleicht lag es an der spürbaren Auf-bruchsstimmung?



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