03.03.2014

Wahlversammlungen der Grünen in Eismannsberg und Ludersheim

von Margit Kiessling

Während es in Eismannsberg vor allem um die Bebauung für junge Einheimische und um eine Radwegeverbindung von Eismannsberg nach Wappeltshofen ging, war das vorherrschende Thema in Ludersheim die „Bauschuttdeponie“ in der Tongrube, sowie eine fehlende Querungshilfe am Ortseingang von Winkelhaid kommend.

Gegen die Bebauungswünsche junger Eismannsberger, gab es zwar anfangs von ortsansässigen Familien und der Grünen Bedenken hinsichtlich einer Zunahme von Oberflächenwasseransammlungen und Gefährdung weiter unterhalb liegender Häuser am Mühlleitenweg, die aber ausgeräumt werden konnten. Dagegen gäbe es wirksame Maßnahmen, z. B. mit Kies ausgelegte Sickergräben entlang der Straße, in denen abschüssiges Wasser versickern kann oder Sickergruben in der Straße. Bereits im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße nach Eismannsberg hätten sich die Bewohner den Bau eines Radweges gewünscht. „Von Eismannsberg nach Wappeltshofen müsse diese Verbindung unbedingt realisiert werden“, forderten die Anwesenden. Die Grünen sicherten diesbezüglich Unterstützung zu, auch werde die Forderung nach einer Anschlagtafel in Wappeltshofen unterstützt. Durch die umstrittene 10 – H – Regelung wird nicht nur in Eismannsberg, sondern in ganz Bayern der Ausbau der Windenergie auf Eis gelegt. Benachteiligt sind dadurch vor allem die betroffenen Grundstücks-besitzer und die Energiewende und der Klimaschutz werden damit an die Wand gefahren, so Stadtrat Eckart Paetzold. Stadtratskandidatin Andrea Zellner erläuterte in beiden Orten ihre Vorstellungen zur baldigen Realisierung einer Realschule für Altdorf.

In Ludersheim ging Stadträtin Margit Kiessling auf die im Stadtrat erlassene Resolution zum geplanten Stromtrassenausbau ein. „Dieser stimmte man zwar zu, dennoch sehe man einige Punkte anders. Man könne von der Firma Amprion nicht die Einstellung ihrer Netzausbaupläne verlangen, nachdem sie erst per Bundesbedarfsplangesetz dazu beauftragt worden ist. Dieses Gesetz wurde bereits im April 2013 mit den Stimmen der CDU /CSU und der FDP beschlossen. Die Abgeordneten, die nun mangelnde Transparenz beklagen, hätten ja nicht unterschreiben müssen und Transparenz vor allem für die Bürger einfordern müssen“, die erst nach den Wahlen über den geplanten Netzausbau informiert worden sind. Ludersheim ist zwar vom geplanten Trassenausbau nicht betroffen, den Bürgern reichen jedoch die bereits vorhandenen Stromleitungen. Hierzu gelten hinsichtlich der elektromagnetischen Strahlenbelastungen in Deutschland viel zu hohe Grenzwerte, kritisierte Margit Kiessling. Beklagt wurde von den Anwesenden die ständige Zunahme der „Bauschutt“ – Deponie in der Tongrube, welche von der Firma „Veolia“ betrieben wird. Die Bürger fordern genaue Kenntnis, was hier gelagert wird, ob gesundheitliche Gefahren bestehen und wie oft hier Überprüfungen stattfinden. Gefordert werden weiterhin Fahrbahnteiler jeweils am Ortsanfang und am Ende bzw. eine Querungshilfe aus Richtung Winkelhaid kommend. Die bei Hochwasser stark betroffene Waldspitze wurde mit einem provisorischen Hochwasserschutz abgesichert, ob dieser tatsächlich ausreicht, wird sich beim nächsten Hochwasser zeigen. Stadtrat Horst Topp und alle Kandidaten/innen versprachen den Bürgern, sich um ihre Anliegen zu kümmern.

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